Über Fußball und Politik

Diese Fans der SG Leipzig Leutzsch hatten den Gästefans offenbar
einiges mitzuteilen.Politik gehört nicht ins Stadion, so in etwa lautet das Credo der Macher der SG Leipzig Leutzsch. Und irgendwie haben sie ja recht. Wenn ich zum Fußball gehe, möchte ich nicht politisch agitiert werden, vielmehr will ich zwischen dem Chef der örtlichen Jungen Union und dem Kreisvorsitzenden der Linken stehen. Und schießt unser Verein in der Nachspielzeit das goldene 1:0, liegen wir uns alle drei im Arm.

Was ich übrigens beim Fußball auch nicht möchte, sind Thor-Steinar-Klamotten, Hitlergrüße und Fans, die sich als „arisch“ und „barbarisch“ bezeichnen. Ich bin nämlich kein politischer Mensch, aber auch 66 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs finde ich Nazis und deren Weltanschauung ziemlich doof. Gleiches gilt für Rassismus und Intoleranz. Und den Spieler der gegnerischen Mannschaft als „schwulen Juden“ zu bezeichnen, verbietet sich meiner Meinung nach gleich doppelt. Um das alles abzulehnen, muss ich nämlich nicht links sein und nicht politisch. Für mich ist das gute Kinderstube und völlig normal.

In Leutzsch stand ich mit dieser Meinung am Sonntag leider recht alleine da. Erschütternder als 70 geifernde Nazis fand ich allerdings die schweigende Zustimmung der breiten Mehrheit. Diese „linken Chaoten“ hätten es doch nicht anders verdient, meinte ein Tribünengast entzürnt – natürlich ganz unpolitisch und tolerant. Was genau und wieso ein Fußballfan eines anderen Vereins irgendetwas verdient hatte, erschloss sich mir leider nicht. Die Parole „Sterne in den Zug“ halten solche Sportfreunde wahrscheinlich auch für eine Werbe-Aktion der Deutschen Bahn.

Auf dem rechten Auge blind scheint leider auch die Vereinsführung: Rechte Parolen? Gabs gar nicht und wurden wenn überhaupt sofort unterbunden. Stimmung Prima, Friede Freude Eierkuchen. Vielleicht sollten sich die Leutzscher einmal bei Steffen Kubald erkundigen. Der einstige Lok-Leipzig-Präsident weiß ganz genau, wie es ausgehen kann, wenn einem die politische Gesinnung der Fans egal ist und man erst einmal jeden mitnehmen will. Denn auch wenn Politik nicht ins Stadion gehört, von alleine bleibt sie nicht draußen. Und wer sich nicht von Anfang an gegen menschenverachtende Ideologien stemmt, wird über kurz oder lang Probleme kriegen.

Engagement gegen Extremismus, gegen Intoleranz, Vorurteile, Rassismus und Homophobie sind keine „Politik im Stadion“ – sie sind ein Zeichen von Menschlichkeit und Anstand. Und vor allem sollten sie selbstverständlich sein.

63 Gedanken zu “Über Fußball und Politik

  1. ClausP

    Sehr geehrter Herr Lohse,

    das Fans des Roten Stern mich und meine Familie als Nazifans beschimpfen ist wohl korrekt und hat wohl besonders viel mit Toleranz zu tun. Soviel zu Friede Freude Eierkuchen und die braven linken Sprüche.
    Dazu hatte ich meine beiden Enkel dabei, und musste mir noch anhören, dass wir schon die nächste Generation Neonazis heranzüchten, und ich ja sowieso zu denen gehört habe , die die Juden vergast haben.
    Aber sowas wollen sie Herr Lohse, und noch einige andere Journalistenkollegen lieber totschweigen oder ignorieren, was die Roter Stern Fans von sich geben !!!

    MfG

  2. Jimbo

    vielen dank für diesen blogeintrag! leider wird diese kommentarspalte bald überquellen vor leuten, die sich angegriffen fühlen.
    bitte nehmen sie sich doch mal die herren schmiedel und vor allem schäfer zur seite und spendieren ihnen einen kleinen einblick in sachen humanistische mindeststandards beim journalistischen arbeiten! 😉 derart reflektierte beiträge (wie auch jener zu homophobie im fussball) wirken in der lvz wie licht am ende des tunnels…

  3. Grünspecht

    Sehr geehrter Herr Lohse,
    mit Ihrem Beitrag zur Politik im Stadion haben Sie den
    Nagel auf den Kopf getroffen, vielen Dank dafür. Wenn Herr Engel von rechtsextremen Vorkommnissen vor, während und
    nach dem Spiel nichts bemerkt haben will, sollte er sich
    schleunigst um Termine beim Augen- und Ohrenarzt kümmern.
    Ich für meinen Teil werde nie wieder ein Spiel dieser
    SGLL, wo die Vereinsführung offensichtlich auf dem rechten Auge blind zu sein scheint,besuchen.

  4. Desire2

    Werter Herr ClausP
    Stören sie sich auch daran, dass das deutsche Volk als Gesamtheit für die Jahre 1933-1945 als faschistisch bezeichnet wurde? Es gab auch zu dieser Zeit Leute die das nicht unterstützen.
    Wenn ich mir knappe 2 Stunden lang anhören muss das mir eine U-Bahn nach Auschwitz gebaut wird, mein „gegenüber“ arisch und barbarisch, so wie sozial und national ist, und ich merke das es niemand der 700 anwesenden für nötig hält das zu verneinen, oder klar zu machen dass das nicht seine Meinung ist, dann sollte es mir nach zu sehen sein das ich annehme das es jeder der es hingenommen hat so sieht.

    Ich weiß nicht wo sie standen, aber vielleicht sollten sie sich die Bilder vom Gästeblock ansehen, auch dort standen viele Kinder, welche, ebenso wie ihre Enkel, solchen Beleidigungen ausgesetzt waren, das aber nicht einmal direkt, sondern stundenlang, anonym von und aus der Masse.
    Vielleicht überlegen sie wie sie sich mit ihren Enkeln in deren Situation gefühlt hätten.

    Ganz allgemein finde ich es erschreckend und interessant das es noch immer Dementi gibt. Was die Gesänge und Rufe der SGLL-Anhänger angeht.

  5. Leutzscher_88

    SGLL Fans wurden in Anwesenheit von Kindern und Kindeskindern als „dumme Nazischweine“ beschimpft, von RSL Fans. Das scheint ja in Ordnung zu sein.

  6. Rene

    Leider ist man nicht nur auf dem rechten sondern auch auf dem linken Auge blind. Es gibt immer 2 Seiten, sonst würde die andere nichts nützen. Das sollte sich der Verfasser mal vor sein nicht erblindetes Auge halten.

  7. Hr.Heller

    @ ClausP:

    Hören Sie doch bitte auf solche Lügen und Halbwahrheiten zu verbreiten … die Anhänger des RSL waren weiträumig von den Heimfans getrennt, vor, nach und v.a. während des Spiels … dazu wurden sie nach dem Spiel durch einen Extrakorridor heimwärts geleitet …

    Was Sie hier veranstalten reiht sich nahtlos in die Reihe der Beschwichtigung, Empörung und Gegenbeleidigung ein mit denen die SGLL, angefangen bei Herr Engel, bis hinunter zum Bodensatz auf fremdenfeindliche Tendenzen in den eigenen Reihen begegnet …

    nichts sehen, nichts hören (wollen), immer schön Scheuklappen aufsetzen, wenn schon stadtbekannte Lok-Nazis und Hooligans den AKS unsicher machen bzw. denen Eintritt gewährt wird damit die Ihre Parolen und Ihr Gedankengut verbreiten, dann sollte man mal ganz, ganz schnell und schleunigst aufwachen, ansonsten bekommt nämlich die ach so tolle Neugründung ein riesiges Problem!

  8. Caroline Pohl

    Werte Leser, sehr geehrter Verfasser,

    ich beobachte aus dem fernen Mannheim mit Bestürtzung, was in meiner Heimatstadt mal wieder für eine Debatte losgetreten wurde. Die Entstehung dieser „rechts / Links“ Diskussuion ist nicht erst jetzt entstanden, sie hat bloß mal wieder geruht.

    Nun haben sich Anhänger und Personen aus dem Dunstkreis eines leipziger Vereins mal wieder dazu hinreißen lassen, dem vermeintlich politischen Gegener in einem Fussballstadion die Meinung zu sagen. Nun sind alle ganz erschreckt über dieses Verhalten – natürlich. Und warum? Weil es medienwirksam pupliziert wird.

    Hätten sich beide Gruppen auf der grünen Wiese gegenübergestanden und sich gegenseitig mit ihren hohlen Parolen eingedeckt, hätte sich vermutlich keiner dran gestört. Man wäre ja nicht persönlich betroffen gewesen.

    Sich gegen politisch extreme Menschen einzusetzen, ist eine Einstellungssache, eine persönliche Empfindung. Das sollte nicht nur der Fall sein, wenn soetwas in einem Fussballstadion passiert. Das ist genauso falsch, wie das verherrlichen von rechts- oder linksextremen Gedankengut. Man darf auch bitte nicht vergessen, dass sich in den Reihen der angeblichen Nazis unter Garantie Mitläufer, wütende Fans und naive jugendliche befanden. Da entsteht schnell ein „Mob“ – von denen aber 80% garnicht wissen was sie da skandieren.

    Viel schlimmer finde ich im nachhinein, dass sich plötzlich Menschen zu Wort melden die in einer Situation wie am Sonntag niemals den Mund aufgemacht hätten. Weil es im Internet ja einfach ist, Anti zu sein, egal gegen was…

    Applaus für diejenigen die beiden Verienen den Rücken kehren. Applaus für die, die nicht nur Situationsbedingt gegen politisch Extreme auf die Barrikaden gehen. Hohn und Gelächter für die Funktionäre – weil sie schweigen, dulden und sich selbst zum Täter machen.

    Armes Leipzig, wo Du doch Helden des Fussballs geboren hast.

  9. der dabei wahr

    Hallo
    hört doch einfach mal mit der ganzen Politik scheiße beim Fussball auf.

    Hr.Heller
    klar die Fans des Roten Stern sind ganz lieb gewesen (Diablos)es wurden alte Chemiker vorm Spiel beschimpft die am Gästeblock vorbei liefen .
    oder Sprüche wie Kühe ,Schweine Ostdeutschland ,ihr habt den Krieg verloren das dann auch gegen Reaktionen kommen ist doch klar .Was ist mit der Israelisch Fahne gewesen die im Block der Stern hing .
    Und hören Sie auf zu schreiben das LOK Nazis im Block gewesen sind es ist richtig das Lokis da gewesen sind und was ist daran so schlimm jeder der Eintritt bezahlt ist willkommen egal ob Links ,Rechts Loki BFC Pauli und Hamburger die ja im Roten Stern Block anwesend wahren.

  10. Ute Scherziger

    Danke für den Artikel Herr Lohse. Aber so siehts leider aus bei der SG Leutzsch anno 2011. Der Verein hat definitiv ein rechtes Problem und die Vereinsführung ignoriert dies geflissentlich. Selbst wenn offen rechtsradikahle Sprüche zu Tage treten, oder der Kühnen Gruß gezeigt wird, wie auf den Bildern von LVZ online ersichtlich. Langsam sollte aber auch der Verband mal darüber nachdenken hier einmal zu reagieren, Fakten dafür dürften nun genügend vorhanden sein mittlerweile.

  11. Teilnehmerin

    Sehr geehrter Herr Lohse,

    vielen Dank für Ihren Beitrag. Auch ich konnte das Geschehen am Sonntag Nachmittag live vor Ort miterleben und wenn ich daran zurück denke, wird es mir noch immer ganz flau im Magen.
    Angesichts derart revisionistischer und relativierender Positionen, denen Sie als Vertreter einer bürgerlichen, nicht extrem kritischen Haltung, sich nun ebenfalls ausgesetzt sehen, wird das Klientel der sich angesprochen fühlenden, „kritischen Leutzscher“ deutlich.
    Ich möchte Leutzscher_88 positiv zusprechen, dass es sich bei der angehängten Zahl um sein Geburtsjahr und nicht um sein politisches Statement handelt. Derartige Positionen scheinen schließlich, wenn man die Transparente der Fans der SGLL beim Wort nimmt, im Stadion nichts zu suchen zu haben.
    Um aber nochmals ein bisschen Sachlichkeit in die Diskussion zu bringen: Tatsache ist, dass es sich beim Zeigen des Hitlergrußes, oder auch in abgewandelter Form des Kühnengrußes (und diese Straftaten hatte auch die LVZ fotografisch im Stadion dokumentiert) um nichts anders als eben dies, eine Straftat handelt. Dass diese im Fanblock der SGLL zu sehen waren ist eine Tatsache. Nicht minder erschreckend scheint die Textsicherheit von Gesängen rechtspopulistischen und z.T. ebenfalls verbotenen Inhalts von Seiten der Fans und Freunde des SGLL.
    Ich vermute, dass Sie Ihren Enkeln, Herr Claus P, von den Verbrechen in der Zeit von 1933-1945 in vollem Ausmaß erzählt haben, oder schon bald davon erzählen werden.
    Sie werden dann bestimmt ergänzen, dass auch Ihre Familie nicht unbeteiligt geblieben ist, ebenso wie es meine Familie war und auch die Familien unserer Nachbarinnen und Nachbarn. Sie werden dann sagen, dass solche Verbrechen nicht verschwiegen, oder aber relativiert werden dürfen.
    Und wenn Ihre Enkel Sie dann Fragen, warum die anderen Fans Ihres Vereins sich auf derartige Verbrechen beziehen in Ihrer „Kritik“, dann könnte Ihre gutgemeinte, aber wohl nicht ganz aufrichtige Antwort „Dummheit“ sein, die ehrlichere wäre dann „weil es Nazis sind“.
    Ich möchte Ihnen auf keinen Fall unterstellen, dass Sie in Ihren Enkeln die „nächste Generation Neonazis heranzüchten“, aber wenn Sie Ihre Enkel das nächste Mal mit ins Stadion mitnehmen und aus Ihrem Fanblog wieder einmal jemand euphorisch sein nazistisches Gedankengut als Fangesang für den SGLL anstimmt und Ihre Enkel Sie dann wieder fragen, warum sie das tun, dann ist es OK, wenn Ihnen erstmal nichts mehr einfällt. Es ist auch OK, wenn Sie mit solchen Menschen nicht reden wollen.
    Gut wäre, Sie wenden sich an Ihren Vereinsvorstand, oder auch den Schiedsrichter. Bestimmt sind Sie und Ihre Enkel nicht die Einzigen, die ein solches Verhalten missbilligen. Außerdem denken die Fans Ihres Vereins „Fußball sei Fußball“ und dass Politik nichts im Stadion zu suchen habe. Also gehen die „Politischen“ auch nicht mehr ins Stadion. An der Gesangsstärke Ihre Vereins zu messen, bleiben dann die Ränge bei den Spielen leer.
    Wenn Sie dann aber vielleicht das nächste Mal zum Grillabend bei den Nachbarn eingeladen sind, die nicht mehr ins Stadion gehen und denen vom Spiel erzählen und wie sicher und souverän Ihr Verein verdient gewonnen hat, dann werden Sie Ihre Enkel wohl nicht mehr fragen, die melden sich dann wahrscheinlich zum Training bei dem Verein an, der am Sonntag nicht nach Punkten gewonnen hat.

  12. Caroline Pohl

    Zu dem Schmierfink alias „der dabei war“:

    Sie fordern, mit Politik beim Fussball aufzuhören, rechtfertigen im gleichen Atemzug jedoch rechte Gesinnungen bei der SGLL?! Verkehrte Welt, oder?

    Ich halte die Aussagen der RSL-Anhänger für weniger Gewichtig, als die Symbolik die durch SGLL-Anhänger offenkundig gezeigt wurde. „Kühne, Schweine, Ostdeutschland“ ist nicht zu vergleichen, mit dem zeigen, andeuten oder huldigen des gestreckten rechten Armes – was in Deutschland eine Straftat darstellt.

    …über israelische Fahnen bei Naziazfmärschen, müssen wir uns nicht unterhalten, oder? Da nehmen sich wieder beide Seiten nichts.

    In Leipzig ist es bedauerlicherweise möglich, dass sich Fangruppen gegen politisch Andersdenkende zusammenschließenm, welche sich sonst jahrelang gegenseitig bekriegt haben.

    Klingt wie schlechter Wahlkampf – ich übergeb mich gleich:

    „Lok und die SGLL – Das starke Bündniss gegen Rot“

  13. Chemiker

    Ich finde es eigentlich nur noch peinlich und lächerlich wie sich einige bei der SGL herrausreden wollen oder alles abstreiten, da wird sogar das Video auf dem die Sprüche zuhören sind als Montage hingestellt um der SGLL zuschaden.
    Dabei wird es doch von vielen die als SGLfans da wahren bestätigt.

  14. jürgen

    ich liebe diese moralapostel, die alles nur aus ihrer ihnen lieb erscheinenden welt berichten.
    es gab auf seiten von der sgll und auf seiten des rsl menschenverachtende parolen, die in keinster weise akzeptabel sind.
    objektiv zu bleiben ist wahrscheinlich schwierig wenn wenn man extrem auf einer jeweiligen seite festgefahren ist und nur das sehen will, was gerade in das jeweilige dogma passt.
    ich lehne extremismus in jeglicher form ab, egal ob rechts oder links.
    widerlich ist, dass sich menschen so etwas zum anlass nehmen um sich zu profilieren, die sonst ihr maul nicht auf bekommen und auch lieber wegschauen. hinterher zur höchstform aufzulaufen ist ja auch einfacher.

  15. Steffen

    Chemie ist Tot! Man kann nichts Anderes sagen, wenn man sich diese Fans ansieht! Die SGLL sollte mit Lok fusionieren. Soweit sind die nicht auseinnander!

  16. storemin

    Man darf gespannt sein, ob es eine Reaktion und damit ein deutliches Zeichen gegen Extremismus von Seiten des Vereins (SGLL) und vor allem der jungen Mannschaft geben wird. Wenn da nichts kommt, dann hat die Spielgemeinschaft fuer immer ein Problem. Wie tief kann es denn in Leipzig Leutzsch denn noch gehen?

  17. volker

    ….menschen nach ihrer kleidung zu beurteilen ist wohl etwas zu einfach…..leute in thor steiner sachen sind also schlechtere menschen als gucci oder lagerfeld träger….sehr interessant !

  18. dirhurti

    „volker sagt:
    6. September 2011 um 11:21

    ….menschen nach ihrer kleidung zu beurteilen ist wohl etwas zu einfach…..leute in thor steiner sachen sind also schlechtere menschen als gucci oder lagerfeld träger….sehr interessant!“

    Kommt auf den Gucci oder Lagerfeldträger an. Zumindest kann sich wirklich niemand mehr damit herausreden nicht zu wissen wofür diese Marke steht und wer dahinter steckt. Thor Steinar Träger sind Neonazis in neuen Kleidern und so sollten sie bewertet werden.

    MfG

  19. Desire2

    Ich bin gespannt, einige leute versicherten ja nun schon anzeigen gegen anhänger des RSL zu erstatten. In wiefern das passieren wird,wage ich nicht zu beurteilen, sicher ist jedoch das eine viel gewichtigere, belegtere und (hoffentlich) wirkungsvollere anzeige der gegenseite folgen wird.

    Die Funktionäre der SGLL sollten vielleicht auch nicht ausser acht lassen,das es ebenso einen straftat bestand erfüllt,wenn man die strafrechtliche verfolgung von verbrechern absichtlich,und wissentlich verhindert. Das er davon nichts weiß kann nicht sein, das was zur zeit in Leipzig passiert kann er nicht verdrängen, desweiteren saßen die kommentatoren von radio-blau in der sachsenstube, dem vereinssitz, wo auch verantwortliche des Vereins zugegen waren,der gesamte raum unterhielt sich über das was sich auf den rängen abspielte.

    Vielleicht ist man bei der SGLL aber auch noch immer damit beschäftigt sich zu nichts zu äussern.
    Ich persönlich erfreue mich nun am folgendem untergang der SGLL, das gebe ich zu, und ja, ich übe mich in schadenfreude.

    Cheers

  20. Leutzscher_88

    Wenn Menschen mit Thor Steinar verboten werden sollen ins Stadion zu gehen, was ja völliger Schwachsinn ist, dann gehört auch verboten mit einem IRO ins Stadion zu gehen (PUNK), was im übrigen auch Blödsinn wäre. Und zu dem Video, man hört von den 700 Leutzschern vltt. 20 oder 30 dieses Zeug gröhlen. Und das direkt am Gästeblock, so dass man es bei uns hinterm Tor wirklich nicht hören konnte. Sicher waren es Chaoten die die Roten Sterne provozieren wollten. Das einzigste was alle gehört haben war „Nur ein Leutzscher ist ein deutscher, und der Rest der ist sowjetisch“. Und deren Bedeutung und Entstehung muss ich hier nicht kommentieren, es hat aber rein gar nix mit dem rechten Spektrum zu tun.

  21. Chemieanhänger

    Desire2,
    ich gönne Ihnen die Freude, auch wenn Ihr Wunsch nicht in Erfüllung gehen wird. Außerdem hätte ich noch einen Tip:
    Beschäftigen Sie sich mal intensiv mit der deutschen Sprache, ehe Sie hier wieder geistreiche Kommentare verfassen!

  22. Paul B.

    Das es hier nur noch um Politik geht ist einfach nur krank, zumal die Mehrheit von diesen „Gröhlern“ nicht ernsthaft etwas davon versteht. Wer sich hier umbedingt zusammmenrotten muss soll doch eine Partei gründen aber lasst unseren grün weißen Fußball in Ruhe, es ist so schon schwer genug. Ich bin im Übrigen weder Kommunist und gleich gar kein Nazi und werde mit meinen Kindern trotzdem weiter nach Leutzsch pilgern, es haben schon andere nicht geschafft uns daran zu hindern. Ich möchte Fußball sehen, mitfiebern, wieder bei jeder Szene dem Herzinfarkt nahe oder vor Jubel bei wildfremden in den Armen liegen aber ganz sicher nicht von irgendwelchen Politikidioten bekehrt werden.
    Ich war damals am 1. Mai im Hagel in Gera, da habe ich 10000 Chemiker erlebt, welche diesen Namen auch verdienten. Mir war egal wer neben mir stand, wir standen in diesem Augenblick für eine Sache und waren etwas Besonderes wofür man uns beneidete. Keinen hat es interessiert was man tat, nachdem man die Treppen des Hauptbahnhofes verlassen hatte. Nur der ohrenbetäubende Lärm hallte noch lange nach, das war Gänsehaut, das war Chemie. Was ihr ganzen Möchtegern Chemiker hier heute veranstalltet ist einfach nur lächerlich. Ich gehe zu beiden Vereinen und sehe hüben wie drüben altbekannte Leute, welche diese Zeit noch kennen aber es werden weniger.

  23. shlomo

    Das eine Israelfahne für 99 % aller Deutschen,Rechts wie Links,immer noch ein Rotes Tuch ist,ist ja auch nicht neu.
    Seltsam.

  24. Randleipziger

    Preisfrage: Wie kommt jemand darauf, im 21. Jhd. einen Fuballverein statt „Grün Weiß“, „Rot-Schwarz“, „SpvgG 07″ o.ä. ausgerechnet “ Roter Stern“ zu taufen?
    Möglichkeit 1: Es handelt sich um den Ex – Sportminister von Marschall Tito, der ohne die guten alten Zeiten nicht leben kann.
    Möglichkeit 2( weitaus wahrscheinlicher): Man sucht gezielt Zoff mit den „Kameraden von der anderen Feldpostnummer“, woraus eine Win-Win Situation resultiert: Im Siegesfalle heldenhafter antifaschistischer Widerstand, gibts was auf die Glocke armes Opfer faschistischen Terrors…
    Wie wir sehen, haben beide Varianten nichts, aber auch gar nichts mit dem Spiel auf dem grünen Viereck mit den weißen Linien zu tun. Dabei steht der Gewinner des Rattenrennens zwischen der roten und braunen Unterabteilung des Weltfaschismus – was den Leipziger Fußball betrifft – längst fest: Ein relativ bekannter alpenländischer Getränkehändler und seine Markranstädter Betriebssportgruppe. Ein Vordringen dieses einfachen kausalen Zusammenhang in die Großhirne von Roten Sternen, Loitzscher Doitschen, U-Bahn- Fahrern und ähnlicher Protagonisten steht allerdings genausowenig zu erwarten wie das Aussterben des hartnäckigsten Irrglaubens der modernen Zeit “ Links=Gut“. Letzterem könnte ein einfacher “ Grundkurs Geschichte des 20. Jhd“ sofort abhelfen, davor jdoch schützt unser hervorragendes deutsches Bildungssystem mit absoluter Zuverlässigkeit. Vielleicht zum Glück für diverse Gutmenschen und ihre medialen Sprachrohre, die sonst der Gleichberechtigung roter und brauner Verbrecher wegen außer auf Thor-Steinar-Klamotten auch noch Jagd auf Che-Guevara – Konterfeis, Sowjetsterne und Ulbricht-Kringel machen müßten. Da bleibt man lieber in seiner heimeligen selbstgemalten schwarz-weißen Welt…

  25. Angelika Meiler

    Sehr geehrter Herr Lohse, Dank für den wichtigen und guten Beitrag. Mir stellen sich folgende Fragen: warum schreitet bei derartigen Exzessen die Polizei nicht ein, warum nicht der Verband nachträglich? Schaut man sich das Video der BSG in Crottendorf an, kann man den Eindruck gewinnen, dass die unterschwellige Angst vor Pyrotechnik es wohl rechtfertigt, jedem Chemiefan einen Polizisten zur Seite zu stellen. Tritt im Stadion ein Haufen Rechtsradikaler in Erscheinung, passiert offenbar nichts. Da verliert man leicht den Glauben an den Rechtsstaat.

  26. der dabei wahr

    denn habe ich schon lange verloren was ist denn immer in Connewitz los oder Freitag in Dortmund 1500 Autonome die Polizei angreifen mehrere Verletzte Polizisten und ein schwer Verletzter Polizist.
    Das ist alles in Ordnung .

  27. ja ja - die 'guten unschuldigen' Linken ^^

    Die Meinungsfreiheit, auch Redefreiheit, ist das gewährleistete subjektive Recht auf freie Rede sowie freie Äußerung und (öffentliche) Verbreitung einer Meinung in Wort, Schrift und Bild sowie allen weiteren verfügbaren Übertragungsmitteln.

  28. oO

    Die paar Leute die das sangen hab ich vorher bei anderen Spielen der SGLL nicht gesehen. Genausowenig wurde bei den letzten Spielen der SGLL sowas nicht gesungen.
    Die haben eine Bühne gesucht und gefunden. Leider
    Aber warum sind jetzt alle rechts bei der SGLL?
    Gezielte oder gewollte Provokation?

  29. Teilnehmerin

    Mehr als merkwürdig scheint doch, dass sie ihre Bühne bei der SGLL gefunden haben und dass sich im Lager der Leutzscher gegen entsprechende Parolen keinerlei Protest, vielmehr Zustimmung und Erklärungsmut fand: Etwa „so viele wie zu DDR-Zeiten erschossen wurden“.
    Der Rote Stern tritt weder sozialistisch, oder offensiv kommunistisch auf, noch vertritt er dezidiert „Linke“-Themen (auch wenn er zugegeben wohl nicht konform mit vielen Ost-und Unterklasse-Ligen-Vereinen sein mag). Er tritt zunächst einmal für zivilgesellschaftlich absolut selbstverständliche und nebenbei bemerkt auch vollkommen DFB-konforme Forderungen wie für Toleranz und gegen Diskriminierung ein.
    Das bereits vorher Flyer mit entsprechender Parole „Nur ein Leutzscher ist ein Deutscher“ im Umlauf waren (meinetwegen, seis drum; die Entstehungsgeschichte dieses Slogans hin oder her, diese war im Fortgang des Spiels auch irrelevant), nebst Kreuzritter, zur Zerschlagung eines „Sowjetsterns“, das IST eine Drohgebärde und entspricht weniger den Tatsachen als verschobener Wahrnehmung und das sehr eindeutig aus dem Fanumfeld der SGLL. Diese Wahrnehmung scheint mir weniger zufällig und harmlos, als der Situation entsprechend: Die Stimmung im Stadion war in vielerlei Hinsicht bedrohlich und brutal und das nicht erst ab der 70. Minute.
    Zwischen Meinungsfreiheit einerseits und Hitlergruß und Nazi-Parolen andererseits liegen, ein Glück, Welten.

  30. Fassungsloser

    @ Teilnehmerin

    Seit wann ist der „rote Stern“ ein Symbol „für Toleranz und gegen Diskriminierung“?
    Habe ich bis 1989 auf einem anderen Planeten gelebt oder sollte ich einfach mal ein Parteilehrjahr in Pjöngjang besuchen?

  31. Henne

    Hallo alle Freunde des runden Leders,wieso wird sich über diese Zustände in unseren Stadions so ausgelassen? Hier erleben wir nur das Spiegelbild der Gesellschaft und nichts anderes!Nur mit Ellenbogen und wer am lautesten Schreit wird gehört und von den Medien beachtet.Nur so ist die Zeit zu erklären,in der wir alle leben(leider).Solche Zeiten gab es in Deutschland schon einmal,das Ergebnis kennt jeder!? Unsere Mediale Welt ist auf dem „richtigen Kurs“Angst und Schrecken zu verbreiten mit diesem Thema,um von den alltäglichen Problemen abzulenken. MFG ein Freund des runden Leders aus Leipzig

  32. Paul B.

    Mein Gott, lasst doch bitte unseren Fußball in Ruhe. Hab ich nicht einmal mehr die Möglichkeit für knapp zwei Stunden dem ganzen zu entfliehen. Muss man sich jetzt auf politische Diskussionen einlassen nur weil man zu den einen oder anderen Verein angehört. Ich werde trotzdem weiter nach Leutzsch gehen und meine Kinder auch und so ihr nicht den Rest auch noch kaputt macht auch noch meine Enkel! Und noch einmal in aller Deutlichkeit in Leutzsch gibt es keinen Naziverein

  33. Grünspecht

    Auch ich glaube nicht, daß es in Leutzsch einen Naziver-
    ein gibt, aber es gibt offensichtlich Verantwortliche
    bei der SGLL, die durch Wegschauen und Ignoranz der braunen Brut die Möglichkeit zur Profilierung und unge-
    hinderten Zurschaustellung ihrer Gesinnung einräumt. Und
    das ist das Verwerflichste an dieser Angelegenheit.

  34. concitoyen

    Ja glaube auch das es beim Roten Stern keine Kommunisten gibt. Oder sind die auf den linken Auge blind.

  35. Paul B.

    Ihr habt vergessen dieses Forum auch zu schließen, könnte doch sein, dass auch hier noch jemand seine ehrliche Meinung sagt. Seltsam finde ich im Übrigen das diese Diskussionen immer oder vor allem dann aufkommen wenn Roter Stern spielt und ich verfolge dies als Nichtleipziger. Aber wahrscheinlich bin ich jetzt auch ein Nazi. Ich habe vier Kinder und die werden so weit es irgend geht unpolitisch erzogen und wir werden auch weiterhin zum Fußball gehen und zwar nach Leutzsch zu beiden Vereinen ohne Politik aber wohl mit Emotionen.

  36. SORGLOSER

    Nicht mehr lustig, was hier seit Tagen (eigentlich seit Wochen) so abgeht!
    Mancher muss aufpassen, dass er nicht mal von ein paar alten und wirklichen Chemikern die Reformante gelesen bekommt. Was hier abgeht und wer sich hier alles als „Leutzscher“ oder „Chemiker“ bezeichnet…… Da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln!
    Diese SGLL ist unnötig wie ein Kropf und was ein RSL macht ist mir völlig egal.
    Es ist genauso blöd aus dem RSL eine linksradikale Zelle und aus der SGLL einen Naziverein machen zu wollen, wie der BSG (wegen 5 bekannten Gesichtern) die Unterstützerrolle für RSL anzudichten.
    Dieses ganze dumme Gequatsche macht unseren Sport kaputt und lenkt vom eigentlichen ab, nämlich dem Hinterfragen der Gründung dieser SGLL und der Motive dafür, vor allem der undurchsichtigen Finanzierung dieses „Projekts“.
    Und, nein, ich bin nicht unpolitisch! Aber wer uns vorwirft, wie wären auf dem rechten Auge blind, der sollte auf seinem linken erst mal die Augenklappe abnehmen!
    Man kann nur hoffen, dass die BSG schnell stark genug wird, um sich diesen ganzen Selbstbefriedingungsdreck vom Hals zu schaffen.

  37. Paul B.

    …ich bin Chemiker und zwar seit 40 Jahren, bin mit durch so einige Höhen und Tiefen gegangen, auch als ich längst nicht mehr in Le wohnte. Dennoch bleibe ich dabei, es geht nur gemeinsam. Also endlich alle an einen Tisch und dann hört dieses Gequatsche hier endlich auf, dass haben wir nicht nötig.

  38. Joshua Meyer

    1. Natürlich ist der Rote Stern politisch. Er wurde 1999 in einer Phase des ostdeutschen Fußballs gegründet, die offensichtlich noch nicht vorbei ist. Eben als Statement gegen die zunehmende politische Vereinnahmung der Fußballkultur durch Rechtsradikale, Diskriminierung etc.
    Er funktioniert im weitesten Sinn als Sensor für genau diese Eigenschaften (das Bild ist nicht von mir). Dabei verwechsle ich aber auch nicht Thermometer mit Thermostat, denn:

    2. Die letzten auffälligeren Berichte dieser Art gab es nach den Spielen der Sterne in Brandis und Mügeln. Das ist schon eine Weile her. Auch die Sterne haben einen regelmäßigen Spielbetrieb und der sehr deutlich überwiegende Teil der Spiele läuft ohne Anfeindungen zwischen den Fangruppen oder gar Spielern ab. Da wird auch niemand als Nazi beschimpft. Ich habe auch noch nie etwas von Sterne-Hools gehört, die sich im Umfeld des Spiels Straßenschlachten mit der Polizei liefern, das Auswärtsstadion auseinander nehmen oder gezielt Fans der Gegenmannschaft verprügeln. Manche mögen es nicht glauben aber üblicherweise kommen die Begegnungen mit dem Roten Stern auch ohne Polizeiaufgebot aus. Ich glaube, in dieser Hinsicht ist das Bild vom Roten Stern deutlich verzerrt.

    3. „Kühe, Schweine, Ostdeutschland“ ist, jenachdem wie man es empfindet (kann ja auch ganz schön sein), eine Diskriminierung der ostdeutschen Landbevölkerung und damit eigentlich widersprüchliches Verhalten des Sterne-Fanblocks. „Ihr habt den Krieg verloren“ ist hingegen nur eine einfache Feststellung, die sich zudem belegen lässt. Wenn Fans der SGLL als Nazis beschimpft worden sind, die sich selbst in diesen Begriff nicht einordnen können, ist das von Sternefans sicher kein korrektes Verhalten, die Reaktion liegt aber nah und ist, Entschuldigung für dieses vielleicht derb überzogene Bild, vergleichbar mit der Situation im dritten Reich. Als „Wegschauer“ mache ich mich genauso wie Nichtwähler zum Unterstützer solcher „politischen“ Gruppen. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob ich den Mut hätte, mich mit 1,75m vor so einem LOK-Hool aufzubauen und ihm ins Gesicht zu sagen, er soll jetzt abhauen und im AKS nie wieder auftauchen. Wenn ich das nicht tue, kann ich mich zwar von einem Nazivergleich ungerecht beleidigt fühlen, allerdings sollte ich mir dann überlegen, ob ich meinen Frust wirklich am Stern ablasse, der im Umfeld des Spiels bereits mehrfach vie U-Bahn metaphorisch vergast wurde oder ob ich mich an meinen eigenen Vereinsvorstand wenden würde, für den es im Grunde eine ganz simple Übung sein könnte, zu den Geschehnissen Stellung zu beziehen. Solang der Vorstand das nämlich nicht tut, gilt er von jetzt an (und das sicher auch unabhängig vom Roten Stern) als Nazi-Support-Verein, denn:

    4. Der Rote Stern zumindest ist sich seiner Fanklientel im Klaren und steht zu seinem auch teilweise politischen Konzept, trägt mögliche Probleme auch mit den Fans aus. Wenn die SGLL aber für unpolitischen Fußball eintritt, sollte sie am besten gleich bei ihren paar „extremen Prozenten“ anfangen. Dann hat der sicher überwiegende Teil der SGLL-Fanszene wieder Spaß am Spiel, würde auch bei Spielen gegen den Roten Stern keine Antifasprüche hören müssen und hätte beim letzten Spiel nach dem 10:0 jeden Grund, partymäßig absolut auszuticken. Dann findet die SGLL, falls sie z.B. aufsteigen sollte, auch noch ein paar Sponsoren.

    5. Was ich nebenbei überhaupt nicht verstehe ist, dass sich bei der SGLL vor dem Spiel offenbar niemand darüber Gedanken gemacht hat, was man tun soll, wenn – ich setze mal ein ganz unschuldiges Szenario voraus – ein Trupp ausgemachter Neonazis das Spiel angesichts des angekündigten Gegners kapert und als Plattform missbraucht. Ich meine, ganz ehrlich, das lag doch nahe, oder? Unpolitisch zu sein bedeutet nicht automatisch, passiv zu sein. Wenn ich bei politischen Parolen aus dem eigenen Lager weghöre ist das nicht „unpolitisch“ sondern schmerzhaft naiv.

    Danke für den Blog!

  39. ulf

    @fassungsloser: ob du bis ’89 auf einem anderen planeten gelebt hast, kann ich nicht beurteilen. es scheint aber so, bis dahin wohl blind irgend einer partei gefolgt und nun der BILDenden meinung.
    der rote stern steht für eine klassenlose gesellschaft und soll den weg dahin erleuchten, wird aber auch als ein weltweites symbol der arbeiterbewegung genutzt.
    die 5 zacken stehen für die 5 kontinente( wie bei den olympischen ringen).
    aber noch eine kleine quizfrage an dich: warum nutzt kalifornien( was wohl in U.S.A. liegt, wo man kommunisten verachtet), in der fahne einen roten 5-zackigen stern?

  40. thb

    Ich glaube, dass hier viel Schwarz Weiß Malerei betrieben wird. Der Eine wirft den Anderem vor, Kommunist oder Nazi zu sein. Auch wenn ich den Kommunismus verabscheue, würde ich eher 100 Kommunisten tolerieren als nur einen Nazi. Ich kenne Fans und Sympathisanten der SGLL und Lok. Diese Bekannten sind keine Nazis! Sie sind teilweise mit Ausländerinnen verheiratet oder selbst Ausländer und ich habe sie
    schon auf Anti-Nazi-Demos gesehen. Dennoch lässt es sich nicht verleugnen, dass es bei den besagten Klubs immer wieder zu rechtsradikalen Vorfällen kommt. Was tun? Nicht mehr hingehen und den Nazis das Feld überlassen? Aktiv gegen die Nazis vorgehen obwohl man
    einfach nur ein Fußballspiel sehen will. Hier fällt eine
    allgemeingültige Antwort schwer. Wenn ich mit meinem Kind im Stadion wäre, würde ich jeder Konfrontation mit Nazis aus dem Wege gehen. Wenn ich im Stadion bin und dem Auftreten des braunen Mobs gegenüberstehe, kann ich das aber auch nicht einfach ignorieren und das Ganze unter den Teppich kehren. Aber ich kann mich äußern und Stellung beziehen, gerne auch aus der Anonymität des Internets heraus. Ich kann meine Verein schreiben, dass ich ein Problem damit habe, dass Nazis in unserem Stadion unverhohlen ihre Gesinnung zur Schau stellen dürfen. Ich würde meinen Verein fragen: Warum er das toleriert, ignoriert und negiert? Sollte mein Verein sich nicht ganz klar und deutlich von diesen Nazis distanzieren, gebe es nur eins- ich würde diesen Verein
    sofort den Rücken kehren!!!!!!!!!!

  41. thomas

    schönes Bild, ist bestimmt auch ernst gemeint!
    bloß passt das nicht mit dem Video zusammen,
    sehr fraglich erst so eine Choreo und dann, „Sterne in den Zug“

  42. thomas

    Also ich habe es nie behauptet das alle sgll Anhänger rechts wären, ich meine nur es gab genug Leute die rechte Sprüche geduldet haben und keiner hat etwas dagegen gemacht! Und wenn man dann noch die Kommentare von Herr Engel hört kommt einem nur das kotzen!
    Aber solange Jamal und ein groß Teil der SG Lok Leipzig, die auf dem rechten Auge blind sind, dass bestreiten, dass es ein Naziproblem in diesem Verein gibt, werde ich weiter die Meinung vertreten!

    love football, hate rascim!!!!

  43. concitoyen

    Also @ thomas.
    Das ist jetzt meine letzte Äußerung über dieses Thema.
    Das Provokation seitens der Sterne Programm ist, ist bekannt.
    1.)Das Herr Engel das Problem ignoriere, ist einfach an den Haaren herbei geholt.
    2.) Die SGL hat rein garnichts mit Lok zu tun.

    Das hier der Fußball ideologisiert wird ist aus meiner Sicht nicht hinnehmbar. (Egal ob von Rechts oder Links)

    Es wird hier Leuten ein Plattform geboten, die rein garnichts mit Sport zu tun haben.

  44. WassindschonNamen

    Och, da machen es sich wieder einige einfach, ist es wirklich so schwer zu verstehen, dass es nie nur Schwarz und Weiß gibt.

    Das Öffentlichkeit auch immer ausgenutzt wird, ist nicht neu. Aber immer schön eine Plattform bieten und dann im Nachsatz „aber wir müssen doch berichten“, na klar, was immer Ihr gerade für richtig haltet und über alles Andere eben nicht.

    Und bitte, nehmt zur Kenntnis, dass es beim LOK seit langer Zeit vehemente Bestrebungen gibt, sich von allem zu trennen, was seine Überzeugung meint im Stadion austoben zu müssen. Das kostet Kraft und auch potenzielle Zuschauer und hat Respekt verdient!

  45. thomas

    @WassindschonNamen

    das mit dem LOK bezieht darauf das bei dem Spiel aus dem sgll Block LOK gerufen wurde!
    Ich glaube das die ganzen Spinner die früher bei LOK waren jetzt zur SGLL gehen!

  46. Leipziger

    Ja da ist was dran. Die Nazis die man bei Lok rausgedrückt hat, versuchen es jetzt bei der SGL.

  47. concitoyen

    Zum letzten Mal hier zum Thema.
    Die SGL hat rein garnichts mit LOK zu tun.
    @thomas und @Leipziger.
    Für mich leidet ihr an faschistoiden Verfolgungswahn.
    Ihr müsste mal den Arzt wechseln.

  48. meta

    Hallo ihr gutmenschen:)!wer thor steinar trägt is nazi?Aha das fetzt!thor steinar ist eine eingetragene modemarke die sich mit der germanischen geschichte befasste,die als sportmarke läuft und nur so populär geworden is durch die Antifaschistische propaganda.Verbot gab es keins auch keinen wahren hintergrund zu irgendeiner scene!Es gibt auch „NAZIS“mit weissen Socken hellen kurzen Hosen Also los macht euch sofort stark dafür dass das verboten wird,alles was „NAZIS“tragen muss verboten werden und als „NAZI“marke bekämpft werden ADIDAS;NIKE;WEISSE SOCKEN;HELLE HOSEN USW!Was fahren die für autos?Ach egal auch gleich verbieten sind ja „NAZI“Fahrzeuge!
    Tja de SGL!Wahnsinn wie alles ins rechte licht abgeschoben wird!also als ich vorne am stadion war nähe sachsenstube,wurde ich als „NAZI“bepöbelt und fasst noch angegriffen,soviel zu dem herrn der sagte die kamen gar net in die nähe!Aber nun gut,im stadion wurden linke,kommunistische parolen gerufen,Kein Problem war?Dann war es soweit die bösen „NAZIS“kamen:Böllerwurf von anhängern des RSL,Kein Problem!SGLL NAZISCHWEINE,SGLL TÖTEN rufe auch kein problem!Nach dem spiel versuchte angriffe der anhänger auf sgll anhänger natürlich auch kein problem,hab ich fast vergessen!Alles in allem diese scheiss „NAZIS“waren es,Herrlich was das linke bündniss so alles darf und wie lange;find ich gut,weiter so dann wird alles besser mit solchen leuten vorne gehts bergauf!PS:Überlegt bevor ihr hier loslegt:)

  49. thomas

    das ist ja der Hammer die SGLL jetzt noch als Opfer darzustellen!
    gab es auch schon vor ein paar jahrzehnten, Täter als Opfer darzustellen!

  50. Grossmogul

    hab mir mal das video angesehen stimmt schon mit dem wir sind… das ist neu .aber nur ein leutzscher ist ein deutscher ist schon hornalt es wurden ja auch früher schon schals verkauft ganz normal an den fanbuden hat keinen interessiert.auch der song wenn das der.. wurde auch schon in den achzigern gesungen und wenn der bfc da war oder union gab es auch damals schon die rufe judenberlin.also so neu ist das alles nicht aber das hat damals keine sau interessiert.also warum dieser hype

  51. Sven

    Heiko aus den Rosenthal muß natürlich auch noch darauf hinweisen das er eigentlich nur Handball, Volleyball und Eishockey fördern will. Da kommen solch „rechten“ Gründe gerade recht…. Am besten den ganzen Nachwuchs zum guten Stern und dann williges linkes Wahlvolk züchten.Lächerlich was in dieser Stadt abläuft als ob es keine anderen Probleme gibt.

  52. Daniel

    Der eigentliche Skandal ist doch, das sich in diesem Land ein Fußballverein „Roter Stern“ nennen darf. Das hat es ja nicht einmal im DDR-Fußball gegeben, selbst damals bewies man etwas mehr nationales Feingefühl und überlies derartige Bezeichnungen dann doch lieber Moskau oder Belgrad. Da bin ich mit -Randleipziger- einer Meinung, dieser Verein wurde einzig als antideutsche Provokation geschaffen und soll den Fußball politisieren.
    Der „Rote Stern“ ist ja kein Stern, welcher uns vom nächtlichen Himmelszelt niedlich entgegenblinkt, er ist das Symbol der kommunistischen Terror-Herrschaft, der weltweit -zig Millionen Menschen zum Opfer gefallen sind.
    Es gibt übrigens einen berühmten Ausspruch von Franz-Josef Strauß, der sehr gut zu dieser Thematik passt: “ Was dieses Land braucht sind mutige Bürger, die die roten Ratten dahin jagen wo sie hingehören, in ihre Löcher! „

  53. traurig aber wahr

    liebe leser.

    ich war auch bei dem spiel, hab mir davor u.a. schmährufe und -gesänge, provokationen anhören müssen. der rsl hat sportlich klar verloren aber das war klar (bezirksliga vs. landesliga) und darum geht es auch schon lange nicht mehr. vielmehr geht es seit sonntag doch darum, ob die sgll politisch neutral (vielmehr auf dem rechten auge blind?) ist bzw. darum, dass politik im stadion nichts zu suchen hat.
    ich möchte gerne zuerst auf den zweiten punkt eingehen: ist das stadion ein unpolitscher raum?
    der fussball, bzw. das stadion ist natürlich ein politischer raum. im fussball bzw. im stadion treffen alle gesellschaftlichen bereiche, schichten, wie auch immer, zusammen. sie sind durch geographische, ökonomische, geschichtliche merkmale differenzierbar (was auch gewollt scheint (z.b. bsg-sgll)). wenn man diese infinitesimalen merkmale zusammenfast landet man wo? genau, wir landen da, was der allgemeinbürger politik nennt (polis -tätigkeiten, gegenstände und fragestellungen, die das gemeinwesen betreffen [vgl. wikipedia.de]). ob du es so war nimmst oder nicht…fussball ist und war nie unpolitisch!
    zu ergänzen ist hierbei, dass die nationalsozialisten erstmals diesen sachverhalt für sich eingenommen haben und HEUTE noch für sich einnehmen (angriff von rechtsaussen; blascke,r.;2011).
    die grundlage der vereinsgründung des rsl ist die, vor allem in ostdeutschland vorherrschende offene oder latente unterstützung bzw. duldung rechter, homophober und sexsistischer stimmungen und unausgesprochener meinungen offen aufzuzeigen. die reaktionen der gegnerischen spieler und fans auf den rsl kann man als „thermometer“ der gegenwärtigen politischen situation im ostdeutschen volksmund werten.
    denn, wer sich mit dem öffentlichen bild (und der implizierten pol. meinung) des rsl nicht einverstanden fühlt, lehnt diesen ab. vor allem in homogenen gruppen wie fussballfans werden meinungen offener dargestellt als z.b. in einem 1:1 gespräch.
    die breite zustimmung der sgll fans & betreuer ist an den nicht vorgekommenen unterbrechungen bzw. bis heute ausgebliebenen realen darstellungen der gesänge und sprechchöre, zu erkennen. zu keiner zeit hatte ich das gefühl, dass irgendjemand unter den fans der sgll etwas gegen die langanhaltenden und deutlich hörbaren gesänge unternehmen wollte.
    phrasen wie: „solche gesänge hat es auch schon zu ddr-zeiten gegeben“ zeugen von dem verlangen das geschehene zu relativieren und durch die duldung eines gegenseitigen systems zu legetimieren.
    der gesunde menschenverstand wird scheinbar gleich zuhause gelassen…

    lieber leser! wenn du dich angesprochen fühlst, dann denke doch bitte einmal genau darüber nach warum du dich angesprochen fühlst! hast du mitgesungen? hast du deinen arm gehoben? fühlst du dich ins rechte licht gestellt obwohl du deinen mund gehalten hast (vielleicht weil du deinen mund gehalten hast)? hat der rsl, in deinen augen, keine daseinsberechtigung weil er immer wieder die nazikeule schwingt und den fans und verantwortlichen im amateurfussball den spiegel vorhält?

    solang die fans und vereine selber nicht die gesellschaftliche verantwortung erkennen und annehmen haben vereine wie der rsl, vor allem politisch, einiges im stadion und davor zu tun.
    die spieler und fans des rsl sind keine besseren menschen – sie zeigen nur den mut bestehenden, unmenschlichen gesichtern dieser gesellschaft den spiegel vorzuhalten. das ist nichts besonderes aber leider auch nichts normales… bis zum nächsten mal!

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