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Leipziger Studenten erfinden Matcha-Tee neu

Vom Studium direkt in die Selbständigkeit starten – in Deutschland gilt das immer noch als relativ ungewöhnlich. Tatsächlich treffe ich in der Leipziger Startupszene aber recht häufig ganz junge Menschen, die mit viel Ehrgeiz, Enthusiasmus und durchaus professionell eigene Geschäftsideen verwirklichen. Die Jungs von MatchUp gehören definitiv dazu. Mit ihrem Energie-Drink auf Basis von natürlichen Inhaltsstoffen haben sie einen Trend aus Japan aufgegriffen und für den deutschen Markt weiterentwickelt. Da ich selbst regelmäßig Matcha-Tee trinke, war ich natürlich total neugierig auf die drei Gründer und ihr Produkt. Im Moment gibt es MatchUp  im STARTER SPACE in den Höfen am Brühl zu kaufen. – Für mich die ideale Gelegenheit, Friedrich Seck, Julius Thürmer und Rico Pechacek zu einem Interview auf das Dach des Einkaufszentrums einzuladen.

Ihr habt bereits als Studenten eure eigene Firma gegründet und vertreibt jetzt den Energy-Drink MatchUp. Das klingt, als ob ihr selbst auch ziemlich energetisch seid!

Friedrich: Das kann man definitiv sagen. Wir arbeiten sehr produktiv zusammen und versuchen in unserer Branche andere Wege zu gehen.

Inwiefern andere Wege?

Julius: Wir versuchen, mit unserem Energy-Drink nicht über die klassischen Marketing-Kanäle zu gehen.

Rico: Unser Getränk basiert auf natürlichen Zutaten. Da ist nichts Chemisches, auch wenn das in der Branche eigentlich Gang und Gäbe ist und ein sehr künstlicher Geschmack vorherrscht, der so gummibärchenmäßig wirkt. Wir haben einen sehr natürlichen Geschmack, der größtenteils auf die Grünteepflanze zurück zu führen ist, aber auch auf natürliche Mango- und Zitrusaromen. Unsere Zutaten sind komplett aus biologischem Anbau.

Ich habe beim Fotoshooting gesehen, dass ihr gleich Bilder für euren Instagram-Account gemacht habt. Welche Rolle spielen die sozialen Netzwerke für euer Business?

Julius: Wir wollen unsere Kunden auf den Kanälen erreichen, die sie auch tatsächlich nutzen. Das heißt, wir verwenden Instagram als Kommunikationskanal. Das wird perspektivisch noch zunehmen. Wir haben eine Praktikantin engagiert, die die Social-Media-Kanäle betreut. Darüber hinaus wollen wir massiv Facebook nutzen, weil wir so die Möglichkeit haben, direkt mit unseren Kunden in Kontakt zu stehen.

Das heißt, dass ihr eine relativ junge Zielgruppe ansprechen wollt?

Rico: Genau richtig. Wir habe unsere Zielgruppe definiert von 15-/16-Jährigen bis zu 40-Jährigen. Das sind Leute, die jung geblieben sind, die jeden Tag Energie benötigen und auf eine Alternative zu den klassischen Energy-Drinks zurückgreifen möchten.

Ich trinke ja auch sehr gern Matcha-Tee. Aber zum Klischee des jungen BWL-Studenten passt das nicht so wirklich. Wie seid ihr überhaupt auf dieses Getränk gekommen?

Friedrich: Wir haben 2015 gesehen, dass es in Japan ein totaler Trend war, Matcha mit Bier zu mischen. Wir sind dann mit großem Eifer zum Bio-Markt gefahren, um Matcha zu kaufen und haben mal probiert, wie das funktioniert in der Mischbarkeit und im Geschmack. Dann haben wir mal versucht, durchzukalkulieren und durchzuspielen, wie man das vertreiben könnte. Wir sind aber zu dem Schluss gekommen, dass es relativ schwierig wäre, wenn man ein Pulver z.B. in fertigen Sticks hinter der Bar hätte und der Barkeeper das direkt mit Bier mischen würde. Theoretisch könnte die Bar Matcha dann auch woanders kaufen, eventuell sogar günstiger bei größeren Mengen. Dadurch sind wir dann auf die Idee gekommen, Matcha in Form eines fertigen Getränks anzubieten.

Was hat euch dabei motiviert bzw. bestärkt, tatsächlich den nächsten Schritt zu gehen und euer eigenes Unternehmen zu gründen?

Julius: Wir haben uns über einen Börsenverein zusammengefunden, bei dem wir gemeinsam gearbeitet haben. Daher wussten wir, dass wir das hinkriegen, gemeinsam selbständig an einem eigenen Projekt zu arbeiten.

Welche Tipps habt ihr für andere Studenten, die gründen möchten?

Friedrich: Viel recherchieren und einfach ausprobieren. Wir haben fast alles selbst gemacht von der Internet-Seite bis zum Design.

Außer die Rezeptur?

Rico: Ja, als BWL-Studenten haben wir uns an der Stelle Hilfe geholt. Wir sind ja keine Lebensmittelchemiker. Wir wussten nicht, wie wir das Produkt herstellen, aber wie es am Ende schmecken soll. Wir sind dann mit einem Unternehmen zusammengekommen, mit dem wir das gemeinschaftlich entwickeln konnten.

Hat es aus eurer Sicht eher Vorteile oder eher Nachteile, schon zu Studienzeiten ein Unternehmen zu gründen?

Julius: Es hat natürlich den riesen Vorteil, dass man noch nicht darauf angewiesen ist, dass es funktioniert. Man hat die Zeit, so eine Gründung durchzuführen und ist in der Position, dass man nicht davon abhängig ist, falls das Projekt scheitert. Das parallel zu einem Fulltime-Job zu machen, ist definitiv eine andere Herausforderung.

Ob wir alle bald MatchUp statt ungesunder Soft- und Energydrinks trinken, muss sich natürlich erst noch zeigen. Unabhängig davon bin ich mir sicher, dass Julius, Rico und Friedrich auf jeden Fall ihren Weg als Unternehmer gehen werden. An Energie dürfte es ihnen jedenfalls nicht fehlen. Und wenn ihr euch demnächst mal ausgepowert fühlt, kommt einfach bei uns im STARTER SPACE vorbei!

Zum Beispiel diesen Samstag ab 14 Uhr: Da trefft ihr die Gründer direkt im Popup Store und könnt den Drink zum Sonderangebot kennenlernen!

13 Comments

  1. Martin Martin

    Hmmm – Bio, natürlichen Zutaten, nichts Chemisches…. – und das in Aluminiumdosen?? Glückwunsch, die Ökobilanz dürfte verheerend ausfallen (v.a. wenn man den Energieaufwand und die katastrophalen ökologischen Folgen der Aluherstellung einrechnet). „Bio“ wirkt damit hier auf mich eher wie eine hippe Marketingstrategie und nicht wie ein inhaltliches Anliegen. Schade.

    • Hallo Martin, wir freuen uns immer über Feedback und Anregungen. Auch wir sind daran Interessiert MatchUp in Flaschenform abzufüllen. Allerdings ist unsere Hauptzutat Matcha ein sehr sensibler Rohstoff.

      Unser Bio-Matcha wird in langwierigen und aufwendigen Prozessen aus dem Blattfleisch der Tenchapflanze gemahlenen. Nach der Gewinnung ist das Teepulver sehr empfindlich gegenüber Lichteinwirkungen. Damit es nicht seine Farbe verändert sowie Nährstoffe und Vitamine verloren gehen, haben wir uns für MatchUp in der Dose entschieden.

      Jedoch halten wir die Augen offen, um zukünftig die von dir angesprochene Ökobilanz nachhaltig zu reduzieren.

  2. Hipster Hipster

    Hipster-Brause, mehr nicht…Nicht wirklich verwunderlich, dass in keiner Zeile der Preis erwähnt wird

    • Lieber Hipster,

      die Preise zu den unterschiedlichen Packetgrößen findest du auf unserer Website http://www.matchupdrinks.com sowie im Starter Space und anderen Verkaufsstandorten.

      Fühl dich herzlich Eingeladen vorbeizuschauen und die „Hipster-Brause“ zu probieren.

  3. Lutz Lutz

    Siehe Internet: ökobilanz aluminiumdose
    … Aludosen sind besser als ihr Ruf
    … Aludosen und PET-Flaschen sind in Sachen Ökobilanz fast gleich gut
    Natürlich kann man darüber nachdenken, welchen Behälter man noch verwenden könnte.

    2,25 bis 2,50 Euro (inklusive Dosenpfand von 25 Cent) pro Dose (je nach gekaufter Menge) finde ich für dieses Getränk nicht zu teuer. Bei kleineren Mengen kommen noch 4,95 Euro Versandkosten dazu.

    Also ich bin von dem Getränk begeistert.

  4. Judith Nasser Judith Nasser

    Entschuldigung, aber wie lächerlich ist das denn bitteschön??? Ihr nehmt den Energy Drink von Matcha-Magic, den es schon seit ein paar Jahren gibt, macht euer eigenes Etikett drumrum und verkauft das dann als die Erfindung des Jahrhunderts??? Wollt ihr eigentlich die Leute veräppeln?

    • Hallo Judith,

      schade, dass du ein solch negatives Bild von unserem Unternehmen hast. Keineswegs wollen wir potentielle Kunden in die Irre führen, sondern mit MatchUp eine Alternative zu gängigen Energydrinks bieten.

      Das von dir angesprochene Matcha Magic ist ein bemerkenswerter Konkurrent und Experte im Umgang mit Matcha. Neben ihrem Energydrink bieten sie eine große Auswahl an Produkten rund ums grüne Teepulver, verfolgen dabei aber eine eigene Philosophie.

      Wenn du Fragen zu unserer hast, kannst du gern diesen Samstag beim „Get to Know“ im Starter Space vorbeischauen.

      • René René

        Liebes MatchUp-Team,

        vielen Dank für so viel Gründermut. Aus dem Studium heraus ein Unternehmen zu gründen erfordert viel Fleiß und Arbeit. Davor ziehe ich meinen Hut.

        Dennoch bin auch ich etwas verdutzt über die Gleichartigkeit eures Produktes zu schon auf dem Markt etablierten Produkten. Wenn man sich die Erklärungen zu MatchUp durchliest fällt auf, dass sich sogar Phrasen wie „natürliche Mango- und Zitrusaromen“ im Vergleich zum Konkurrenzprodukt gleichen.
        Inwiefern unterscheidet ihr euch somit vom Konkurrenzprodukt?

        Ihr sprecht von einer eigenen Philosophie. Was kann der geneigte Kunde darunter verstehen? Ist dies nur auf die Vertriebskanäle bezogen?

        Im Interview habt ihr gesagt, dass ihr viel recherchiert habt. Hätte euch da nicht auffallen können, dass ihr „nur ein sich gleichendes Produkt“ herstellt und kein wirkliche Alternative?

        Ich glaube, dass eine Festigung auf dem Markt nicht einfach wird für euch, wünsche euch aber trotzdem alles Gute und hoffe, dass euer Mut belohnt wird.

        Noch mehr würde ich mich freuen, wenn man in Zukunft ein wirkliches Alternativprodukt von euch sehen wird.

  5. Tony Tony

    in Bezug auf #1 „Martin“ & #2 „Hipster“:
    Ich nehme an, dass ewig-gestrige und ewig-meckernde Internet-Trolle nicht zur Zielgruppe von MatchUp gehören. Umso löblicher, dass direkt professionell (und herrlich entwaffnend) geantwortet wurde. Gesamtauftritt und Erscheinungsbild des Teams und des Produktes sehen sehr gut aus und ich werde wohl mal auf ein Test-Trinken vorbeischauen.
    Hut ab für soviel Gründungsmut noch während des Studiums…. die meisten Leute (und auch ich) können mehr davon gebrauchen.

    • Hallo Tony,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Sehr gern begrüßen wir dich bei unserem morgigen „Get to know“ im Starter Space.

      Bei Fragen zu MatchUp oder unserer Unternehmung stehen wir gern zur Verfügung.

  6. Wolfgang Wolfgang

    Auf 100g Tee 12g Zucker, damit ist das Getränk indiskutabel.

    • Hallo Wolfgang,

      vielen Dank für dein Feedback. Ja, MatchUp hat ähnlich viel Zucker wie Apfelsaft und andere Energydrinks. Dabei ist es uns sehr wichtig, dass der Zucker aus ökologischen Anbau stammt. Er ist der ideale Energiespender für jede Situation und unterstützt die langanhaltende Koffeinwirkung von Matcha.

      Zukünftig planen wir für unsere Kunden auch eine zuckerfreie Variante von MatchUp anzubieten.

  7. Laura Mitchel Laura Mitchel

    Tee ist eines der am meisten verbrauchten Getränke in der Welt. Es hat viele Vorteile. Grüner Tee ist vor allem wenn man etwas Gewicht verlieren will. Es ist gut für Gewichtsverlust.

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